Bewegende Bilder
Stephanie Sinclair: Mit ihren
bewegenden Bildern porträtiert die berühmte Fotografin unter
anderem Frauen, die sich selbst anzündeten - aus Angst, aus Scham,
aus Verzweiflung. Auch die Themen "Zwangsheirat" und "Gewalt"
spiegeln sich in ihren Bildern wider.
Link: http://www.stephaniesinclair.com
Im Namen des Vaters
Von Sabine Windlin
(32, arbeitet als freie Journalistin in Zürich)
Im Kanton Bern musste
ein türkisches Liebespaar sterben, weil es gegen die Riten seiner
Heimat verstiess. «Ehrenmorde» innerhalb der Familie sind
keine Ausnahme und psychologisch zu erklären:
Die Ehre des Mannes definiert sich über die Reinheit der Frau.
Zahide A. war 21 Jahre alt, als Berner Polizeibeamte sie fanden. Sie
lag tot auf einem Teppich in der Küche ihrer Wohnung, mit Stichverletzungen
am ganzen Körper: an der Brust, an den Händen, an den Ellenbogen,
an den Lenden und an den Unterschenkeln. Ihre Kehle war durchschnitten
worden.
Wenige Meter von ihr entfernt, in der Badewanne, lag Süleyman K.,
25 Jahre alt, der Freund der jungen Frau. Brust, Beine und Arme waren
durchstochen, der Schädelknochen und die Lungenoberlappen verletzt.
Süleyman K. war verblutet. Auch seine Kehle war durchschnitten
worden.
Der brutale Doppelmord hatte sich am 18. Mai 2001 in Niederscherli,
Kanton Bern, ereignet und wurde Anfang März 2004 vor dem Berner
Kreisgericht verhandelt. Verantworten musste sich der 24-jährige
Bruder der jungen Frau, Sadik A. Er ist, im Gegensatz zu seinem in der
Türkei angeklagten Bruder Maksut, nicht geständig. Dennoch
verurteilten ihn die Berner Richter zu zwanzig Jahren Zuchthaus.
Als Motiv für die Tat nannte die Familie das «Fehlverhalten»
der jungen Frau. Zahide A. hätte – nach dem Willen ihres
Vaters – einen Cousin heiraten sollen.
Zum ganzen Artikel:
http://www.weltwoche.ch/artikel
Quelle:
Weltwoche / Ausgabe 27/04
„Mord für
die Familienehre“
Warum ein Vater die eigene Tochter tötet
Hanife Gashi wird ihrem Mann nie verzeihen, dass
er ihr das Liebste genommen hat. Er ermordete im März 2003 ihre
gemeinsame Tochter Ulerika, als diese gerade einmal 16 Jahre alt war.
In den Augen des Vaters hatte Ulerika die Ehre der Familie beschmutzt.
Link: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/
„Die Tochter ermordet“
Ein Beitrag von Saskia Schüring
Sendedatum: ML Mona Lisa, ZDF, 7. Dezember 2003, 18.00 Uhr und 3sat,
9. Dezember 2003, 12.15 Uhr
Ehrenmord
Laut dem Weltbevölkerungsbericht der UNO
werden alljährlich weltweit mindestens 5.000 Mädchen und Frauen
im Namen der Ehre ermordet. Diese so genannten Ehrenmorde sind kein
religiöses, sondern ein soziales Phänomen: Sie treten zwar
häufig in islamisch geprägten Ländern auf, beschränken
sich jedoch nicht auf diese. In manchen islamischen Staaten sind Ehrenmorde
vollkommen unbekannt
Link: http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Ehrenmord.html
Ihre Ehre konnten sie nicht verbrennen
Ehrenmord: Weil Souad mit 17 schwanger wurde,
übergoss sie der Schwager mit Benzin. Die Palästinenserin
überlebte - ihr Schicksal ist eine Anklage.
Link: http://www.abendblatt.de/daten/2004/03/16/273729.html
„Misshandlungen, Vergewaltigungen und Ehrenmorde“
Thorsten Stegemann / 10.06.2004
Über ein Drittel aller
türkischen Frauen werden Opfer familiärer Gewalt
Nachdem die ledige Güldünya
Tören von einem angeheirateten Vetter schwanger geworden war, wurde
sie in das Haus ihres Onkels nach Istanbul geschickt. Dort gab einer
ihrer Brüder Güldünya ein Seil und verlangte von ihr,
sich damit zu erhängen. Sie konnte fliehen und bat um Polizeischutz.
Die Beamten waren jedoch davon überzeugt, dass die männlichen
Familienmitglieder keine weiteren Mordabsichten hegten. Als sich deren
Plan, die 22-Jährige zur Zweitfrau des Vetters zu machen, zerschlug,
spitzte sich die Lage zu. Im Februar 2004, knapp drei Monate nach der
Geburt, wurde Güldünya Tören von ihrem Bruder Ferit auf
offener Straße angeschossen. Im Krankenhaus bat sie erneut um
Polizeischutz - ohne Erfolg, Ferit blieb weiter auf freiem Fuß.
In der Nacht drang ihr Mörder in das unbewachte Krankenhaus ein
und schoss Güldünya Tören in den Kopf. Der Polizeipräsident
von Istanbul erklärte später: "Wir können nicht
jedem Verletzten, der in ein Krankenhaus eingeliefert wird, einen Polizisten
ans Bett stellen."
Link: http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/17600/1.html
„Steinigung“
Immer noch sterben Menschen durch
Steinigung
Für eine weltweite Kultur der Menschenrechte - barbarische Strafen
ächten!
Initiative zur Abschaffung
der Steinigung
Link: http://www.steinigung.org/welcome.html
pro FRAU - Ehrenmorde - Info
„Ehre und
Ehrenmord am Beispiel islamischer Gesellschaften“
Die Ehre in islamischen
Gesellschaften ist ein wichtiges unverzichtbares "Gut", dessen
Verlust im Auge der islamischen Gemeinschaft eine Wiederherstellung
verlangt, die je nach Schwere des Vergehens auch nur mit dem Tod der/des
Ehrbrecherin/s wiederhergestellt werden kann. In den Augen der Gemeinschaft
ist besonders die Tugendhaftigkeit der Frauen Voraussetzung und Garant
für die Ehre der Familie.
Link: http://www.profrau.at/de/ehrenmorde/index.htm
19.01.2004
/ Süddeutsche Zeitung
Ehren-Morde in der
Türkei
"Die Gesellschaft
ist verantwortlich - die muss sich schämen"
Wie Gewalt ein Leben
zerschneiden kann
Frauen werden vergewaltigt,
geschwängert und von ihrer Familie zur Strafe gesteinigt - jetzt
regt sich im Land Widerstand gegen barbarische Sitten
Von Christiane Schlötzer
Diyarbakir, im Januar - Nachdem Semsiye Allak tot war, wollte ihre Familie
ihren Körper nicht anfassen, als trage der Leichnam einen durch
bloße Berührung übertragbaren Makel, der von keinem
Leichenwäscher abzuwaschen ist. Und dies, obwohl die Steine, die
man auf Semsiye Allak geworfen hatte, doch gleichsam einer Reinigung
dienen sollten.
Link: http://www.nadir.org
Frauenrechtsverletzungen:
Ehrenmorde
"Anstandsverbrechen"
(honor crimes) sind im Osten und Südosten der Türkei sehr
häufig. Sie sind traditionell im gesamten Mittelmeerraum wie auch
im Nahen Osten und weit nach Asien und Afrika hinein verbreitet. Um
was geht es? Mädchen, die ihre Jungfräulichkeit verloren haben,
müssen mit ihrer Tötung durch die Familie rechnen. Eine Liebesaffäre
ist ebenso tödlich wie eine Vergewaltigung oder ein sexueller Mißbrauch,
sogar durch ein Familienmitglied. In diesem Fall stellt der Täter
die Ehre der Familie wieder her, indem er die Missbrauchte tötet.
Genauso ist eine Frau bedroht, wenn sie aus einer Ehe mit einem ungeliebten
Mann ausbricht oder vor einer durch die Familie arrangierten Ehe flieht,
auch wenn sie sich nicht mit einem anderen Mann eingelassen hat. Die
genaue Zahl von Ehrenmorden ist nicht bekannt, da viele Verbrechen als
Unfälle getarnt werden. Allein in der Stadt Urfa in der Türkei
wurden in den letzten fünf Jahren 26 offene Ehrenmorde begangen.
Link: http://www.dadalos-d.org
Der Mörder
war der Vater
Immer wieder
werden junge Mädchen in islamischen Ländern Opfer von Ehrenmorden.
Fida war 17, als
sie ermordet wurde. Der Täter überraschte sie aus dem Hinterhalt
und erschoss sie im Schlaf. Die Mutter wurde ebenfalls Opfer, da sie
ihre Tochter schützen wollte. Der Mörder war Fidas eigener
Vater. Sein Motiv: Sie habe die Ehre der Familie beschmutzt.
Link: http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-103/i.html
Todesstrafe für
verbotenen Kinobesuch
Es sieht aus wie
Selbstmord und ist doch Mord: Mindestens 200 Menschen müssen jährlich
in der Türkei sterben, weil sie gegen den Ehrenkodex verstoßen
haben. Als man Leyla fand, war es schon zu spät. Arbeiter entdeckten
die 17-Jährige auf einer Baustelle. Leyla hatte sich aus dem vierten
Stock eines Rohbaus in Batman gestürzt. "Suizid" notierten
die Ärzte als Todesursache. Die "Stadt der Selbstmorde"
wird Batman genannt. Rund 150 Menschen versuchen sich hier jährlich,
das Leben zu nehmen, vielen gelingt es.
70 Prozent der Opfer
sind weiblich.
Link: http://www.rojname.com/print.php?sid=3671
Frauen
sind erste Opfer von religiösem Fanatismus
Diskriminierungen
von Frauen als Angeklagte und als Zeugen
vor Gericht, im Erbrecht sowie im täglichen Leben.
Auch in Deutschland
lebende muslimische Mädchen und Frauen sind Opfer von schweren
Menschenrechtsverletzungen
IGFM fordert Wahrung
der Menschenrechte für in Deutschland lebende Frauen aus fundamentalislamischen
Milieus
Die in Frankfurt
ansässige Menschenrechtsorganisation weist darauf hin, dass in
Deutschland lebende Frauen aus fundamentalislamischen Milieus auch innerhalb
der Familie als Menschen zweiter Klasse gehalten werden. Männer
bestimmten über das Leben von Frauen und berufen sich dabei auf
islamisches Recht und Tradition. Das werde nicht nur bei den Themen
Partnerwahl und Zwangsheirat deutlich. Dies betreffe ebenso die Gewaltanwendung
gegenüber Schwestern und Töchtern sowie viele Bereiche des
persönlichen Lebens von Schule und Ausbildung bis zu ärztlicher
Behandlung und persönlicher Bekleidung.
Die IGFM: "Religion darf nicht missbraucht werden, um Menschenrechtsverletzungen
und Straftaten möglich werden zu lassen. Wir haben eine gesamtgesellschaftliche
Verantwortung, Übergriffe auf Frauen und Mädchen abzuwehren.
Schulen und Justiz müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein,
dürfen Übergriffe nicht ignorieren und Straftaten nicht wegen
vermeintlichen 'religiösen oder traditionellen Hintergründen'
bagatellisieren."
Link: http://www.nahost-politik.de/fundamentalismus/frauen.htm